Riesling ‚Äď Eine au√üergew√∂hnliche Rebsorte mit langer Tradition

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Riesling Wein


Riesling ‚Äď Eine au√üergew√∂hnliche Rebsorte mit langer Tradition

Die Rebsorte Riesling ist ein Klassiker unter den edlen Wei√üweinen. Die langsam reifende Rebsorte entwickelt ihre angenehm fruchtige S√§ure und ihren vollmundigen aromatischen Geschmack am besten in Flusst√§lern. Das Aush√§ngeschild des deutschen Weinbaus √ľberzeugt au√üerdem durch sein reizvolles Bukett. Weltweit erfolgt etwa die H√§lfte des Riesling-Anbaus auf etwa 24.000 Hektar in Deutschland. Zu den Anbaugebieten z√§hlen:¬†

- Rheingau -
- Mosel -
- Pfalz -
- Rheinhessen -
- W√ľrttemberg -
- Baden -
- Nahe -

 

Riesling ist nicht gleich Riesling

Je nach Mikro-Klima und Bodenbeschaffenheit setzt der Riesling-Wein unterschiedliche Akzente und bietet dadurch eine gro√üe Geschmacksvielfalt. Ein Mosel Riesling kann in zahlreichen Flussschleifen in sonnenverw√∂hnten H√§ngen angebaut werden. Die Unterschiede trotz vergleichbarer S√ľdlagen kommen dadurch zustande, dass durch den Verwitterungsprozess der Schiefergesteinslagen abweichende Mineralienvorkommen entstehen. Diese haben einen wesentlichen Einfluss auf das Wachstum der Reben und die sp√§tere Qualit√§t des Weines. Vorteilhaft kommt in diesem Anbaugebiet hinzu, dass tags√ľber das Schiefergestein von der Sonne bestrahlt wird und die Funktion eines W√§rmespeichers aus√ľbt. Die langanhaltende W√§rmeabgabe kommt den Reben zugute. Nachteilig f√ľr den Winzer und die Helfer sind die m√ľhseligen, oftmals nicht ungef√§hrlichen Arbeitsvorg√§nge in den Steilh√§ngen. Die Bearbeitung und D√ľngung des Bodens, das Schneiden der Reben und die Traubenlese kostet trotz heute vorhandener Maschinenhilfe immer noch Zeit und Kraft. Der ‚ÄěBremmer Calmont‚Äú an der Mosel ist immerhin mit einer Steigung von 65 Prozent der steilste Weinberg Europas.

Trotz alledem die meisten deutschen Anbaugebiete besitzen die notwendigen Voraussetzungen, um den Riesling anbauen zu k√∂nnen. Die Rebsorte hat geringe Anspr√ľche an den Boden, jedoch hohe Anspr√ľche an die Lage, sprich an Sonnenlicht und die gespeicherte W√§rme im Boden. Der Standort und die damit verbundene Bodenart bringen dem endg√ľltigen Wein sein spezielles Aroma. Sind Unterschiede in der Bodenart oder im Mikroklima entstanden, haben diese direkten Einfluss auf den Geschmack des Rieslings. Besonders die n√∂rdlichen Anbaugebiete bieten optimale Bedingungen f√ľr die Entwicklung und Reifung der Trauben. Dort hat die sp√§te Herbstsonne einen gro√üen Einfluss auf die Reifung und den endg√ľltigen Geschmack nach der Ernte. Die w√§rmespeichernden Steilh√§nge entlang der Flusst√§ler sind perfekt f√ľr die Entwicklung der Trauben.

 

Riesling als stilvoller Begleiter beim Essen

Seine Reife vollendet der Riesling durch die Sonnenw√§rme im Sp√§tsommer und Herbst. Um eine exklusive Reife als Eiswein oder Trockenbeerenauslese zu erzielen, m√ľssen die Winzer allerdings mit der Ernte im Jahresverlauf noch etwas warten. Der Riesling-Wei√üwein verf√ľgt im Gegensatz zu den meisten Rotweinen √ľber einen deutlich geringeren Alkoholgehalt. Junge Rieslingweine mit einem fruchtig-frischen Charakter gelten als ideale Sommerweine. Zum Essen werden √ľberwiegend etwas √§ltere Rieslingweine serviert, h√§ufig in der Qualit√§tsstufe Sp√§tlese. Zu Fischgerichten und Gefl√ľgel passen sehr gut trockene oder halbtrockene Rieslinge. Halbtrockene bis liebliche Sp√§tlesen werden gerne mit Frischk√§se kombiniert. Zum Dessert oder als Aperitif bei festlichen Men√ľs harmonieren edle, altersgereifte Rieslinge wie eine Beerenauslese oder Trockenbeerenauslese. Ansonsten kann Riesling zu jedem Anlass getrunken werden.

 

Geschmack und Genuss

Geschmack Riesling

Der Riesling zeigt einen leicht gelblichen, gold-gelblichen oder gr√ľn-gelblichen Farbton. Der Rieslingwein wird leicht gek√ľhlt serviert, aber nicht in einem Temparaturbereich, in dem das Bukett nicht mehr nach Pfirsich oder Apfel schmeckt. (Ideal sind etwa 12 Grad im Glas). Im Mund ist die f√ľr den Riesling typische S√§ure und der elegant-fruchtige Geschmack wahrzunehmen. Der auf Schiefergestein gewachsene Riesling zeigt zudem im Geschmack und Geruch eine zarte Mineraliennote. Rieslingweine sind in allen Qualit√§tsstufen und zahlreichen Geschmacksrichtungen erh√§ltlich. Die nat√ľrliche, lebendige S√§ure bildet auch eine gute Grundlage f√ľr die Sektherstellung aus Riesling. Au√üerdem ist der S√§ureanteil neben dem Alkoholgehalt f√ľr die Lagerf√§higkeit eines Weines von entscheidender Bedeutung. Daher sind insbesondere Riesling-Spitzenweine sehr gut lagerf√§hig. Edels√ľ√üe Beerenauslesen oder Eisweine lassen Genie√üer ins Schw√§rmen kommen.

 

Das gute Preis-Genuss-Verhältnis

Der deutsche Riesling weist ein tolles Preis-Genuss-Verh√§ltnis auf. Durch die vielen Anbaugebiete, welche in ganz Deutschland verstreut sind, erh√§lt der Markt am Ende eines jeden Anbaujahres eine gro√üe Auswahl. Davon profitieren zum einen die Winzer, welche viele Flaschen verkaufen k√∂nnen und im gro√üen Stil exportieren, aber auch der Konsument. Er erh√§lt eine gro√üe Auswahl in vielen verschiedenen Qualit√§tsstufen. In den einzelnen Stufen wird zwischen der Lagerung und dem Anbau, sowie der √∂kologischen oder nicht √∂kologischen Herstellung unterschieden. Nat√ľrlich z√§hlen auch noch viele weitere Aspekte hinzu. Das beste Verh√§ltnis aus allen Aspekten findet man jedoch im Preisbereich 9 bis 15 ‚ā¨ pro Flache. Dort erh√§lt man eine sehr hohe Qualit√§t zum vergleichsweise g√ľnstigen Preis. Der Riesling zeigt eine typische Farbgebung und einen typischen Geschmack auf. Meist ist er blassgelb bis gr√ľnlich-gelb in der Farbe. Seine Aromen werden deutlich von Zitrusfr√ľchten dominiert.

 

Geschichte des Rieslings

Ersten Belegen zufolge trat die Verbreitung des Rieslings im 15. Jahrhundert in Gange. Besondere Merkmale und Eigenschaften wie sein Wuchs oder die Frostfestigkeit zeigen eine Verwandtschaft zu den Wildbeeren auf. Im Rheingau und an der Mosel ist wohl die erste Verbreitung zu dokumentieren. Historische Dokumente aus den Jahren 1435 beziehungsweise 1465 beweisen dies. Schon fr√ľher, im 17. und 18. Jahrhundert galt der Riesling zu den staatlicherseits empfohlenen Rebsorten. Die Namensgebung konnte jedoch durch Dokumente bis heute nicht vollst√§ndig aufgedeckt werden. Vermutet wird eine Beziehung zu dem Wort ‚ÄěVerrieseln‚Äú. Bei der Verrieselung werden 40% bis 70% der Bluten einer Weinrebe vom Stiel entfernt, da die Pflanze normalerweise nicht in der Lage ist alle Trauben vollst√§ndig zu entwickeln.

 

Fazit

Der Anbau des Rieslings ist f√ľr die deutsche Wirtschaft als auch f√ľr die deutsche Weinkultur entscheidend. Der Anbau des Rieslings nimmt einen sehr hohen Anteil ein. Er repr√§sentiert im gro√üen Ma√üe die Weinkultur Deutschlands mit ihren beeindruckenden Anbaugebieten. Auch √ľberzeugt der Riesling im Geschmack. Verschiedene Sorten sind f√ľr unterschiedliche G√§nge beziehungsweise Mahlzeiten empfohlen. Der deutsche Riesling weist nebenher noch ein beeindruckendes Preis-Genuss-Verh√§ltnis auf, welches mit der gro√üen Beliebtheit des Weines und seiner lokalen Herstellung zu erkl√§ren ist. Des Weiteren reicht die Historie bis weit ins 15. Jahrhundert zur√ľck. Dokumente jeglicher Art beweisen dies. Trotz alledem ist nicht bekannt, wie der Riesling zu seinem Namen kam.



Quellen:

1. https://winefolly.com/review/the-tasters-guide-to-riesling-wine/
2. https://winefolly.com/tutorial/bring-on-the-dry-riesling/
3. https://www.rheinhessen.de/daten-und-fakten
4. Buch: Workshop Wein von Marnie Old

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